- ↔️ 19 km
- ⬆️ 730 hm
- ⬇️ 900 hm
- https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-3/etappe-20
- https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-3/etappe-21

Der Tag beginnt mit einem Alpabzug – festlich geschmückte Kühe und rhythmisches Glockengeläut. Schon beim ersten Blick wird klar: Heute steht ein besonderer Tag bevor.

Unsere Etappe beginnt am Schwarzsee, wo wir gemütlich am Seeufer entlangspazieren. Die ruhige Wasserfläche begleitet uns ein Stück, bevor der Weg bald ansteigt und wir die ersten Höhenmeter in Angriff nehmen.

Mit jedem Höhenmeter wird die Luft klarer und auch die Temperaturen sind heute sehr angenehm. Und endlich begegnen wir anderen Wandernden: ein herzliches „Grüezi“, ein charmantes „Grüessech“ und ganz neu auch ein freundliches „Bonjour“.

Jeder Schritt bringt uns tiefer hinein in diese beeindruckende Kulisse. Heute sind wir mittendrin.

Wieder ein paar Höhenmeter geschafft, und der Weg zieht sich weiter bergauf. Der Schwarzsee ist wieder im Blickfeld. Sein Wasser ist wohl so dunkel, laut einer alten Legende, weil ein Riese seine Füsse darin gewaschen haben soll.

Die Kuh steht da wie die Ruhe selbst. Gross, gelassen, mit einem Blick, der sagt: „Du bist hier nur zu Besuch, ich wohne hier.“

Diese Ziege liegt da wie eine Königin auf ihrem Thron – das Fell makellos und der Blick? Ganz klar: „Wandern ist schön, aber chillen mit Aussicht ist besser.“

Diese Ziege ist keine Diva – sie ist eine Kennerin. Sie weiss, was sie will, und ihr abgewandter Blick sagt: „Wenn du willst, dass ich dich beachte, bring Heu. Premiumheu.“

Auf 1567 m ü. M. erreichen wir den höchsten Punkt unserer heutigen Etappe – den Euschelspass. Und dann öffnet sich die Landschaft: Vor uns liegen die „Dolomiten der Schweiz“. Ein echter Kontrast zu den sanften Hügeln des Emmentals, die uns zuletzt begleitet haben.
Statt grüner Wellen nun schroffe Kalkzacken – die „Gastlosen“ ragen wild in den Himmel. Als hätte jemand die Alpen kurz mit einem Pinsel aus Südtirol übermalt. Wir kennen die Gegend kaum, und gerade das macht diesen Moment so besonders: Überraschung, Staunen und pure Freude an der Aussicht.

Nach insgesamt 12 Kilometern erreichen wir Jaun – den einzigen deutschsprachigen Ort im Bezirk Gruyère. Eigentlich wäre hier Schluss gewesen. Aber weil der Wetterbericht für morgen Regen andeutet, entscheiden wir kurzerhand: Wir hängen noch 7 Kilometer dran. Der Weg führt gemütlich am Fluss entlang – ein echtes „Auslaufen“ nach dem steilen Abstieg vom Euschelspass.

Nach der Rückfahrt mit dem Bus erreichen wir wieder Jaun und checken im Hotel Wasserfall ein. Unser Zimmer trägt den liebevollen Namen „Z’Schafscheid Stüblì“. Und ja, es ist genauso gemütlich, wie es klingt.
Mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, der perfekte Ort, um die müden Beine hochzulegen und einfach mal Schäfli zu zählen. Ob wir wirklich bis zum hundertsten kommen, bleibt fraglich…








Eine Antwort auf „Etappe 19: Schwarzsee – Jaun – La Tsintre“
Das war eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung mit netten Begegnungen.
Das Zimmer und das Essen entspannend und lecker.
Bald habt ihr es geschafft . Weiter weiter so.