- ↔️ 13 km
- ⬇️ 1100 hm
Der Tag beginnt mit einem fast schon vertrauten Geräusch: Regen. Und einem vertrauten Anblick: Ein schwarzer Rabe.

Schon nach wenigen Minuten entdecken wir die ersten Spuren – eindeutig nicht von uns.

Kurz darauf finden wir auch frische Kacke. Sehr frisch. So frisch, dass wir uns sicher sind: Das Tier ist nicht weit.

Wenige Meter später sehen wir sie: eine Gams. Und nicht irgendeine – nein, diese hier schaut uns an, als wäre sie die offizielle Rangerin des Hohneck. Der Blick sagt eindeutig: „Na ihr zwei? Habt ihr die Kacke da hinten gesehen? War ich. Bitte.“
Sie bleibt völlig gelassen stehen, mustert uns von oben bis unten und wirkt dabei, als würde sie gleich noch einen Kommentar über unsere Regenoutfits abgeben. Dann dreht sie sich um und trabt davon – ganz nach dem Motto: „Folgt mir, ich zeig euch den Weg… ihr werdet’s brauchen.“

Weiter geht’s durch riesige Heidelbeerfelder. Jetzt verstehen wir auch, warum in dieser Region wirklich jeder eine Tarte aux Myrtilles anbietet. Wenn hier jemand keine Heidelbeeren verarbeitet, wäre das fast schon ein Verbrechen.


Kurz darauf tauchen wir in ein kleines Buchenwäldchen ein. Die Buchen sind hier erstaunlich stämmig und gleichzeitig niedrig. Kein Wunder: In den Hochlagen der Vogesen wachsen Buchen oft krumm und kompakt, weil Wind, Schnee und Kälte ihnen regelmässig zeigen, wer hier das Sagen hat. Sie sehen aus wie kleine, zähe Überlebenskünstler, die schon alles gesehen haben.

Der Regen begleitet uns weiterhin treu, die Stimmung ist… sagen wir mal: „funktional“. Und dann verlaufen wir uns auch noch. Die Stimmung ist… ihr könnt es euch vielleicht denken…
Wir stolpern über Stock und Stein, links geht es wieder einmal steil hinunter. Es ist definitiv nicht der eigentliche Weg – aber ein spektakulärer ist es trotzdem. Wir taufen ihn spontan: „Die kleine Schwester vom Sentier des Roches“.

Schliesslich erreichen wir den Altenweiher – und damit endlich wieder die Route, auf der wir eigentlich sein wollten.

Zeit für eine Pause.
Auf dem Menü:

Kurz darauf taucht das Ortsschild Mittlach auf – darunter ein Warnschild: Achtung, Kühe.
Wir haben unser Ziel erreicht.

Ach und das mit den Kühen hier wird sehr ernst genommen:

Und zum Abschluss werden wir dann doch noch belohnt: Die Sonne bricht durch.
Und wir? Wir gleiten direkt in unseren Jacuzzi.







3 Antworten auf „Etappe 4: Hohneck – Mittlach“
Heute war das Wetter super und der schwarze Rabe haben wir nicht mehr mitgenommen.
Heute war unsere letzte Etappe, zurück zum Anfang: Munster.
Danke euch 🙂
Heute war das Wetter hoffentlich besser
Euer Baumhaus zum Übernachten sieht abendteuerlich aus , so wie euere Wanderung..Aber das gute Essen ist selbstverständlich .Das habt ihr euch doppelt verdient.Wann seid ihr denn am Ziel ?
Da habt Ihr ja eine mega tolle Unterkunft gefunden… cool.
Ab heute wird’s Wetter besser, könnt Euch freuen… obwohl Oma dann nichts mehr zu lachen hat… sie amüsiert sich so über diese schwarzen Raben im düsteren Wald… „kann man da nicht ein schönes rot wählen, wenns schon düster ist?“
Viel Spaß euch beiden weiterhin 🙌